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In ökumenischer Verbundenheit haben wir wieder Weltgebetstag gefeiert! Nach dem in der katholischen Kirchengemeinde St. Martin in Idstein in 2025 gehaltenen Gottesdienst, mit den Cook Inseln als Gastgeber, fand der diesjährige WGT im evangelischen Gemeindehaus statt: von den im Halbkreis angeordneten Stuhlreihen blickten die Besucherinnen und Besucher auf den aus afrikanischen Stoffen gestalteten afrikanischen Kontinent, mit Nigeria in Westafrika als Gastland.
Nach einer kurzen Länderinformation, unterstützt von Projektionen auf die Leinwand, wurde - unter der organisatorischen und musikalischen Ägide von Astrid Hamm - von dem engagierten Vorbereitungsteam der Gottesdienst zu dem von den christlichen nigerianischen Frauen ausgewählten biblischen Wort KOMMT, BRINGT EURE LAST aus Kapitel 11, Vers 28-30, des Matthäus-Evangeliums gehalten, auf der Grundlage der vorgegebenen Liturgie.
Dazu gehörten Lieder wie „Come Unto Me“ (komponiert eigens zum Motto dieses Weltgebetstages), szenische Darstellungen, die Zeugnis ablegten von den herausfordernden Lebenssituationen, denen sich die Nigerianerinnen ausgesetzt sehen, und in denen sie u.a. große Armut, soziale Ächtung und religiöse Verfolgung erfahren, sowie Fürbitten und Gebete.
Wie in anderen afrikanischen Ländern spielt auch in Nigeria die Musik eine zentrale Rolle. Auch in diesem Gottesdienst wurde sie ihr zuteil, mit Astrid Hamm an der Querflöte, Johannes Pracht an der Gitarre und Karlheinz Theobald am Flügel, zusammen mit einem Teil der „Union Gospel Singers“! Der Gospelchor trug wunderbar dazu bei, die Emotionalität zu vermitteln, die allen afrikanischen Liedern innewohnt, und in denen die enge Beziehung zu Gott zum Ausdruck kommt, oft unterstrichen vom Tanz.
Unter Anleitung von Astrid Hamm („Ökumene bewegt“) ließ sich auch an diesem Abend das Publikum zum traditionellen nigerianischen Lied „Chineke“ (Gott, Du meine Stärke und meine Kraft) für Tanzschritte begeistern, die - während der dargebrachten Kollekte ausgeführt - das Zeug dazu hatten, in eine „Endlosschleife“ überzugehen!
Neben dem Gotteslob, das in den Liedern zum Ausdruck kommt, steckt in ihnen immer auch Vertrauen und Hoffnung. In dieser Liturgie ist die Hoffnung auch in den Texten allgegenwärtig, und ganz besonders findet sie ihren Ausdruck in Jesus’ Einladung „Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid! Ich will Euch erquicken. Nehmt mein Joch auf Euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; und ihr werdet Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.“
Diese einladenden Worten Jesu waren von den Moderatoren in Stichworten auf den Papiertischdecken der neun „flying tables“ notiert worden (mühselig und beladen - ich will Euch erquicken - nehmt mein Joch auf Euch); etwa sechs Personen gruppierten sich dann um je einen „Tisch“ und hatten Gelegenheit, ihre persönlichen Gedanken und Erfahrungen zu dem jeweiligen stichwortartig vorgegebenen Thema schriftlich festzuhalten.
Das Joch, das im Alten Testament noch für Last, Unterdrückung und Knechtschaft steht, verwandelt Jesus in das Joch der Freiheit, mit seiner Einladung, das Leben nicht allein unter dem Druck eigener Leistungen zu führen, sondern in Verbindung mit Jesus zu leben, und damit zu echter seelischer Ruhe und Befreiung zu gelangen!
Mit dem gemeinsam angestimmten ökumenischen Lied „Der Tag ist um, die Nacht kehrt wieder, …“ wurde der Gottesdienst beendet. Traditionell folgte ihm die Einladung zu einem Büffet mit landestypischen Speisen und Getränken, zubereitet unter Verwendung von so „exotischen“ Zutaten wie Kochbananen, Schwarzaugenbohnen, Hibiskusblüten und Muskat in Puff Puffs (nigerianischen Krapfen).
Roswitha Regh
Traudel Hermann
Cornelia Sauerborn-Meiwes
Traudel Hermann
Cornelia Sauerborn-Meiwes
Cornelia Sauerborn-Meiwes
Cornelia Sauerborn-Meiwes